Gouges Darstellung des frühen Bankwesens

Nach dem subjektiv-eingefärbten Gedanken-Schlenker beim Spiegelfechter, nun wieder knallharte Fakten, Fakten, Fakten zur Geld-Theorie und zum Bankenwesen! Ich zitiere hier weiter aus Stephen Zarlenga’s „Der Mythos vom Geld“

In seinem 1833 erschienenen Buch mit dem Titel A Short History of Paper Money and Banking beschrieb William M. Gouge sorgfältig die missbräuchlichen Geschäfte der Privatbanken. Gouge war der Redakteur und Herausgeber des Journal of Banking und schrieb für verschiedene Wirtschaftsmagazine wie Hunt’s Merchants Magazine, The Banker’s Magazine und für das Statistical Register. Was er über das Bankenwesen schrieb, wurde ernst genommen; Kennt man Gouge’s Buch (Journal of Banking), so sieht man, dass der Schaden, den das Bankwesen der Gesellschaft zufügt, keine Errungenschaft unserer Zeit ist. Dieser soziopathische Aspekt des Bankwesens ist längst anerkannt und kommentiert worden.

Banken stützen sich auf das Vermögen der Allgemeinheit

Wenn die beträchtlichen Mittel der Banken auf natürlichem Wege gebildet würden, so Gouge, bestünde kein Anlass zur Klage. Doch die Banken verdanken ihr Vermögen ihrer Konzession – also bestimmten Gesetzesakten zu ihren Gunsten – und ihren Banknoten, die für Zahlungen an die Regierung offiziell angenommen werden. Da das Vermögen der Allgemeinheit die Banken trägt und da umgekehrt die Banken keineswegs das Vermögen der Allgemeinheit fördern, da die Einlagen der Banken das Eigentum der ganzen Gesellschaft sind und da die Gewinne, die aus dem Geldumlauf entstehen, ebenfalls von der Gesellschaft herkommen, sollten sie nicht auch der ganzen Gesellschaft zugute kommen und zur Erleichterung der Steuerlast verwendet werden (20. Kapitel).

Die langfristigen Auswirkungen dieser Bankgeschäfte

Beraubt man jemanden seines Besitzes, dies Gouges Überzeugung, so beraubt man ihn der Mittel, die er benötigt, um seine Kinder vernünftig auszubilden, und schränkt so die moralische und intellektuelle Entwicklung seiner Nachkommen über mehrere Generationen ein. So wächst das Vermögen der wenigen weiter im Verhältnis zum Zinseszins, während die Banken, denen diese ihren Reichtum verdanken, durch ihre Geschäfte die übrige Bevölkerung in Armut halten (21. Kapitel).

Auswirkungen auf die moralische Gesinnung

Ohne die genauen Gründe zu kennen, haben die Menschen klar erkannt, dass der Reichtum immer mehr aus den Händen derer, die ihn aufgrund ihrer Arbeit oder ihrer Sparsamkeit erzeugen, in die Hände derjenigen wandert, die weder arbeiten noch sparen. Sie wissen zwar nicht genau, wie sich diese Übertragung vollzieht, doch sie sind sich sicher, dass sie stattfindet. In dem allgemeinen Gerangel glauben sie, dass auch ihnen ein Teil der Gewinne zusteht, und wenn sie diesen Teil nicht auf faire Weise erhalten, holen sie ihn sich mit Gewalt (22. Kapitel).

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