Wir leben in einer Wissens-Gesellschaft

Veröffentlicht: November 20, 2010 in Initiative, Kommerz, Medien-Kompetenz, philosophisches
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Ja, in einer Wissens- und Informations-Gesellschaft leben wir in Europa. Diese Gesellschaft fabriziert jedoch de facto fast nur noch einseitiges Wissen. Dieses Wissen, das über sämtliche Mainstream-Kanäle strömt, dient nahezu ausschließlich nur noch einem Zweck: Dem Ermöglichen des ‚american way of life‘.

Das Individuum soll in die Lage versetzt werden, sich durch die einseitigen – weil oft nur dem eigenem Bestehen in der Ellbogen- & Kommerz-Gesellschaft betreffenden – Informationen, die Tag für Tag auf den gelehrigen Akademiker einprasseln, dieses Individuum soll also – ob als Selbständiger oder im hoch-effektiven Arbeits-Team – dazu fit gemacht werden, sich vor einem Schicksal in Armut und der extremen Ausbeutung zu ’schützen‘. Er soll davor bewahrt werden so zu enden, wie Milliarden anderer Menschen weltweit – ohne Geld und ohne einen Hoffnungs-Schimmer, jemals wieder aus der – pauschal als >>selbst verschuldet<< abgeurteilten, prekären Situation herauszukommen.

Der moderne Business-Mensch kann es sich gar nicht mehr leisten, andere Informationen als eben jene zu konsumieren. In einer schnell-lebigen Umwelt ist er permament dazu angehalten, sich fach-spezifisch weiterzubilden – um seinen Mehrwert als Angestellter an ’sein‘ Unternehmen weiterzugeben. Macht er dies nicht, kann es schnell passieren, dass er nicht mehr kompetativ genug ist – dem Unternehmen nicht mehr genug Mehrwert einbringt – und sein Posten wegrationalisiert wird. Dann rückt eben eine intelligente Maschine oder eine andere, effektivere Arbeitskraft an Stelle seiner Person.

Daher wird ein auf seine Karriere bedachter, gelehriger ‚Muster-Arbeitnehmer‘ auch nie in der Lage sein,  in wirtschaftlich-politischen Aspekten über seinen eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Die Zeit hierfür hat er schlichtweg nicht. Denn die deutsche Volkskrankheit Nummer Eins, der chronische Zeitmangel, wird (s)eine gefragte, kompetente Stellungnahme zu gesellschaftlich relevanten  Fragestellungen – bei denen die aufgeschlossene Meinung eines Jeden Berücksichtigung findet – denn wir leben schließlich (immer noch) in einer Art Demokratie – zu verhindern wissen. Was durch einen zu hohen Anteil chronisch ‚kranker‘ Menschen heraus kommt, kann man am Besten anhand der vierjährigen Bundestags-Wahlperioden beobachten.

 

Und weil ich gerade bei dem Thema Bundestagswahlen angelangt bin – folgende dissonanten Probleme, summieren sich regelmäßig beim Zustande-Kommen einer deutschen Wahl-Entscheidung:

  • hoher Anteil von ausländischen Arbeitskräften <40 Jahre
  • hoher Anteil alte Menschen / Rentner
  • hoher Anteil ausgewanderter deutscher Intellektueller / Akademiker
  • geringer Anteil an gebildeten Bürgern, die noch auf eine Parteien-Führung setzen
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