So umfangreich, auf so breiter Front beschränkt die westliche Zensur schon das freie Internet

Veröffentlicht: März 26, 2010 in PresseFreiheit

Auf dem 26. Chaos Communication Congress in Berlin stellten Ende 2009 Wikileaks-Aktivisten, darunter Julian Assange, den Plan vor, in Island einen sogenannten „Datenhafen“ zu errichten.
So sollen die besten Gesetze aus verschiedenen Staaten zusammengemixt werden, um eine neue, gesetzliche Grundlage für ein digitales Island zu schaffen. Würde dies gelingen

Aus Belgien könnte man Gesetze zum Schutz von Journalisten nehmen, aus Schweden die bewährten Gesetze, die Provider nicht für Inhalte verantwortlich machen und aus den USA den ersten Verfassungsgrundsatz, der die Meinungsfreiheit schützt. Diese Normen würden gute Vorlagen bieten und wären in der Praxis schon erprobt. Alles zusammen schüfe einen Rahmen, der Transparenz und Informationsfreiheit verbindet.

Datenhafen bezeichnet ein ursprünglich in der Science-Fiction-Literatur entstandenes Konzept, mit dem durch Computer und Computernetzwerke ein der staatlichen Kontrolle entzogener Zugriff auf im Internet kursierende Daten ermöglicht werden soll.

Quelle: wikipedia.org

Politisch eingebettete, in „vertraulichen“ Projekten oder nebulösen Subunternehmen organisierte / ausgegliederte – abseits der Öffentlichen Wahrnehmung – agierende DatenKraken wie die Bertelsmann Medien Gruppe scheinen ein derartiges Handeln nötig zu machen.
Nun versucht man also, aufgrund der offensichtlichen Mißachtung des in weiten Teilen Europas in der Verfassung & auch in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verbrieften Recht auf Presse-und Informations-Freiheit durch freie Meinungsäußerung, sich durch Konzentration verstreuter, jedoch – in den jeweiligen verschiedenen demokratischen Staaten – legitimer Gesetzes-Barrieren, ein schützendes Rechts-Gefilde zu etablieren – auf dem politisch-brüchigen Rechtsraum eines gescheiterten Staats-Apparates mit gerade mal 300.000 Einwohnern. Die Hoffnung, für den InformationsKrieg unerlässliche vernetzte Daten-Rechenzentren vor dem alles vertilgenden staatlich-geförderten Zensur-Wahn zu schützen, stirbt zuletzt.
Was würden die unabhängigen, alternativen und auch durchaus systemkritischen Medien ohne stichhaltige Fakten und Hintergrund-Informationen zu ihren schweren Vorwürfen gegen undemokratisch-, unparlamentarisch agierende Oligarchen machen, die sich ihre eigenen Regeln machen (lassen) und alles dafür geben, eine faschistische Neue Welt Ordnung herbeizuführen – wozu würden diese letzten freien Informations-„Krieger“ noch in der Lage sein?
Es ist selbst mit gesichertem, simplen Zugriff auf unzensierte Daten-Archive für diese Informations-Medien sehr schwer an die richtigen Original-Dokumente zu gelangen und diese im richtigen Kontext anzuführen. Ein der Zensur zum Opfer gefallenes bzw. der Manipulation preisgegebenes Daten-Archiv würde das sowieso oft schon wacklige theoretische Konstrukt zahlreicher „Verschwörungs-Theorien“ total unglaubwürdig erscheinen lassen – kurzum:
die alternative, freie Bericht-Erstattung ist auf Verderb & Gedeih auf einen sicheren Daten-Hafen angewiesen. In jedem anderen Falle wäre die ganze Informations-Bewegung wohl aufgeschmissen und so nicht mehr haltbar / vertretbar!

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